Schiri pfeift auf den Ruhestand
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Hans-Wilfried Filter setzt lieber auf beruhigende Worte statt auf farbige Plastikkärtchen. "Das hast du doch gar nicht nötig", redet der 74-Jährige Schiedsrichter immer wieder auf grätschende und meckernde Kicker ein und erzielt damit meistens den gewünschten Erfolg. Nur 17 Mal zückte er bisher den roten Karton und schickte einen Spieler vorzeitig zum Duschen. Und dass, obwohl er bereits seit 46 Jahren regelmäßig für 90 Minuten die schwarze Pfeife dicht am Mund führt und somit der älteste Schiri im Kreis Paderborn ist.
Obwohl das langjährige Mitglied der DJK/SSG Paderborn mittlerweile etwas kürzer tritt und sein Amt als B-Junioren-Staffelleiter niedergelegt hat, wird er seine Schiedsrichter-Karriere fortsetzen. Er könne reichlich Geschichten von Spielern erzählen, auch von denen, "die ab und zu mal so richtig ausflippen". Früher war Filter auch zu A- und B-Liga-Spielen in den benachbarten Sportkreisen Höxter und Warburg unterwegs, inzwischen beschränkt er sich auf Altherren- und C-Liga-Spiele.
Während Ämterhäufung in der Regel auf dem Mist notorischer Profilneurotiker wächst, packt der hemdsärmelige Filter immer dort zu, wo er gerade gebraucht wird. Als die DJK-Fußball-Abteilung mangels gewillter Vorständler einst von der Bildfläche zu verschwinden drohte, übte Filter die entscheidenden Führungsämter klammheimlich in Personalunion aus. Kreisweit gilt er mittlerweile in Sportlerkreisen als bunter Hund und Paradebeispiel für ausgiebig gelebtes ehrenamtliches Engagement.
PC als potenzieller Karrierekiller
Das Alter ist für Filter derzeit kein Grund sich zur Ruhe zu setzen. Geschafft hätte dies vor einigen Jahren aber beinahe der technische Fortschritt. So sehr er den Fußball liebt, so sehr hasst er die "verflixten Computer". Nach Einführung der elektronischen Spielberichte hat er deshalb kurz ans Aufhören gedacht. Schnell wurde eine praktikable Lösung gefunden, um das pfeifende Kicker-Urgestein am Laufen zu halten. Ein Vertreter aus der Nachwuchsriege leistet seitdem die entscheidende und kameradschaftliche Hilfestellung beim Ausfüllen.
"Nicht kleckern, sondern klotzen", lautet stets seine Devise, wenns um seinen geliebten Sport geht. Los ging es vor 50 Jahren, als Filter zunächst als Leichtathlet den Weg zur DJK fand. "Auf Dauer waren die beiden Sportarten nicht unter einen Hut zu kriegen", sagt der ehrgeizige Zeitgenosse, der sich anschließend mehr und mehr auf den Fußball konzentrierte. Schnell fand er den Weg zur pfeifenden Zunft, die dringend Verstärkung brauchte. Als aktiver Unparteiischer ist er nun fast seit einem halben Jahrhundert auf dem Platz anzutreffen und möchte keinen Moment dieser Karriere missen.
Zur Kommentarfunktion NW
Bericht und Foto Neue Westfälische 10.02.2011
Obwohl das langjährige Mitglied der DJK/SSG Paderborn mittlerweile etwas kürzer tritt und sein Amt als B-Junioren-Staffelleiter niedergelegt hat, wird er seine Schiedsrichter-Karriere fortsetzen. Er könne reichlich Geschichten von Spielern erzählen, auch von denen, "die ab und zu mal so richtig ausflippen". Früher war Filter auch zu A- und B-Liga-Spielen in den benachbarten Sportkreisen Höxter und Warburg unterwegs, inzwischen beschränkt er sich auf Altherren- und C-Liga-Spiele.
Während Ämterhäufung in der Regel auf dem Mist notorischer Profilneurotiker wächst, packt der hemdsärmelige Filter immer dort zu, wo er gerade gebraucht wird. Als die DJK-Fußball-Abteilung mangels gewillter Vorständler einst von der Bildfläche zu verschwinden drohte, übte Filter die entscheidenden Führungsämter klammheimlich in Personalunion aus. Kreisweit gilt er mittlerweile in Sportlerkreisen als bunter Hund und Paradebeispiel für ausgiebig gelebtes ehrenamtliches Engagement.
PC als potenzieller Karrierekiller
Das Alter ist für Filter derzeit kein Grund sich zur Ruhe zu setzen. Geschafft hätte dies vor einigen Jahren aber beinahe der technische Fortschritt. So sehr er den Fußball liebt, so sehr hasst er die "verflixten Computer". Nach Einführung der elektronischen Spielberichte hat er deshalb kurz ans Aufhören gedacht. Schnell wurde eine praktikable Lösung gefunden, um das pfeifende Kicker-Urgestein am Laufen zu halten. Ein Vertreter aus der Nachwuchsriege leistet seitdem die entscheidende und kameradschaftliche Hilfestellung beim Ausfüllen.
"Nicht kleckern, sondern klotzen", lautet stets seine Devise, wenns um seinen geliebten Sport geht. Los ging es vor 50 Jahren, als Filter zunächst als Leichtathlet den Weg zur DJK fand. "Auf Dauer waren die beiden Sportarten nicht unter einen Hut zu kriegen", sagt der ehrgeizige Zeitgenosse, der sich anschließend mehr und mehr auf den Fußball konzentrierte. Schnell fand er den Weg zur pfeifenden Zunft, die dringend Verstärkung brauchte. Als aktiver Unparteiischer ist er nun fast seit einem halben Jahrhundert auf dem Platz anzutreffen und möchte keinen Moment dieser Karriere missen.
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Bericht und Foto Neue Westfälische 10.02.2011
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