Einer der jüngsten Schiedsrichter Deutschlands
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Schick sieht er aus, in der klassisch schwarzen Schiedsrichter-Kluft. Sie ist ihm zwar noch etwas zu groß, doch er trägt sie sichtlich stolz. Mehmet Majiq ist mit seinen zwölf Jahren einer der jüngsten Unparteiischen Deutschlands.
Im September des vergangenen Jahres hat er bereits das D-Jugendspiel zwischen TuRa Elsen II und DJK Mastbruch II geleitet. »Es war ein ruhiges Spiel. Die Elsener sind ganz oft ins Abseits gelaufen, haben aber trotzdem 6:1 gewonnen«, erinnert sich der Gymnasiast. Auch das Freundschaftsspiel zwischen den B-Juniorinnen des TuS Sennelager (Bezirksliga) und Arminia Bielefeld (Westfalenliga) ist bestens im Gedächtnis. »Die Mädchen haben höheres Tempo gespielt, aber es gab weniger strittige Aktionen als bei den Jungs. Mädchen spielen nicht so aggressiv«, berichtet er.
Angefangen hat die Pfeiferei bei Mehmet Majiq im Sommer 2010 mit der Sportwerbewoche des TuS Sennelager. Im Alter von elf Jahren pfiff er das Turnier der Minis. »Ich habe gleich gemerkt, dass mir das Spaß macht.« Im Frühjahr 2011 wurde im Schiedsrichterkurs dann ein Platz frei und Mehmet konnte einspringen. Sechs Wochen lang war einmal die Woche für zwei Stunden Theorie im Ahorn-Sportpark angesagt, später kamen Fitnesstests dazu. Die Theorieprüfung mit 30 Fragen fiel Mehmet leicht. »Es war eigentlich ganz einfach, ich brauchte auch nicht viel zu lernen. Da ich selber Fußball spiele, kenne ich die Regeln gut und mein Papa hat mir auch viel erklärt«, sagt der Fußball-Fan. Vater Bekim Majiq kommt vom Fach, er trainiert die B-Juniorinnen des TuS Sennelager.
Mehmet pfeift nicht nur für den TuS sondern spielt in der D-Jugend. Der technisch versierte Mittelfeldspieler ist ein klassischer Spielmacher. »Ich fordere den Ball und lege lieber Tore auf, als selbst welche zu schießen«, beschreibt er seine Spielweise. Das Kicken macht dem Zwölfjährigen mehr Spaß als das Pfeifen. Sieht er einen Ball, hält er ihn sofort spielerisch leicht mit beiden Füßen abwechselnd hoch. Sein Lieblingsverein ist Real Madrid, für die er später einmal so gerne spielen möchte.
Da er als Schiedsrichter so früh begonnen hat, besitzt er gute Chancen, später schnell in hohe Klassen aufzusteigen. Und wer weiß, vielleicht pfeift er ja irgendwann mal ein Champions-League-Finale, das ist zumindest sein großer Traum. Der Kreis-Schiedsrichterausschuss-Vorsitzende Erich Drotleff ist angetan von dem Engagement des jungen Schiris. »Mehmet hat in Testspielen und bei Turnieren schon Erfahrung als Schiedsrichter gesammelt und sehr viel Spaß an der Sache«, sagt Drotleff, der Mehmet auf der Weihnachtsfeier des TuS Sennelager den Schiedsrichterausweis überreicht hat. Wenn Mehmet Jugend-Meisterschaftsspiele leitet, wird er von einem anderen Schiedsrichter oder einem Betreuer begleitet. »Das ist bei den jungen Schiris üblich. Wir werden Mehmet oft bei den Mädchen ansetzen, aber auch bis zur D-Jugend der Jungen«, erklärt Drotleff.
Gundolf Walaschewski, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, freut sich über den Nachwuchsschiri aus dem Sportkreis Paderborn. »Mehmet ist der jüngste im FLVW, das kann ich sicher sagen.« Wahrscheinlich auch in ganz Deutschland. Falls es als Spieler für Real Madrid nicht reicht, kann Mehmet vielleicht als Schiedsrichter Karriere machen und pfeift mal ein Spiel der Königlichen am besten natürlich im Champions-League-Finale.
Quelle Westfälisches Volksblatt (20.01.2012)
Im September des vergangenen Jahres hat er bereits das D-Jugendspiel zwischen TuRa Elsen II und DJK Mastbruch II geleitet. »Es war ein ruhiges Spiel. Die Elsener sind ganz oft ins Abseits gelaufen, haben aber trotzdem 6:1 gewonnen«, erinnert sich der Gymnasiast. Auch das Freundschaftsspiel zwischen den B-Juniorinnen des TuS Sennelager (Bezirksliga) und Arminia Bielefeld (Westfalenliga) ist bestens im Gedächtnis. »Die Mädchen haben höheres Tempo gespielt, aber es gab weniger strittige Aktionen als bei den Jungs. Mädchen spielen nicht so aggressiv«, berichtet er.
Angefangen hat die Pfeiferei bei Mehmet Majiq im Sommer 2010 mit der Sportwerbewoche des TuS Sennelager. Im Alter von elf Jahren pfiff er das Turnier der Minis. »Ich habe gleich gemerkt, dass mir das Spaß macht.« Im Frühjahr 2011 wurde im Schiedsrichterkurs dann ein Platz frei und Mehmet konnte einspringen. Sechs Wochen lang war einmal die Woche für zwei Stunden Theorie im Ahorn-Sportpark angesagt, später kamen Fitnesstests dazu. Die Theorieprüfung mit 30 Fragen fiel Mehmet leicht. »Es war eigentlich ganz einfach, ich brauchte auch nicht viel zu lernen. Da ich selber Fußball spiele, kenne ich die Regeln gut und mein Papa hat mir auch viel erklärt«, sagt der Fußball-Fan. Vater Bekim Majiq kommt vom Fach, er trainiert die B-Juniorinnen des TuS Sennelager.
Mehmet pfeift nicht nur für den TuS sondern spielt in der D-Jugend. Der technisch versierte Mittelfeldspieler ist ein klassischer Spielmacher. »Ich fordere den Ball und lege lieber Tore auf, als selbst welche zu schießen«, beschreibt er seine Spielweise. Das Kicken macht dem Zwölfjährigen mehr Spaß als das Pfeifen. Sieht er einen Ball, hält er ihn sofort spielerisch leicht mit beiden Füßen abwechselnd hoch. Sein Lieblingsverein ist Real Madrid, für die er später einmal so gerne spielen möchte.
Da er als Schiedsrichter so früh begonnen hat, besitzt er gute Chancen, später schnell in hohe Klassen aufzusteigen. Und wer weiß, vielleicht pfeift er ja irgendwann mal ein Champions-League-Finale, das ist zumindest sein großer Traum. Der Kreis-Schiedsrichterausschuss-Vorsitzende Erich Drotleff ist angetan von dem Engagement des jungen Schiris. »Mehmet hat in Testspielen und bei Turnieren schon Erfahrung als Schiedsrichter gesammelt und sehr viel Spaß an der Sache«, sagt Drotleff, der Mehmet auf der Weihnachtsfeier des TuS Sennelager den Schiedsrichterausweis überreicht hat. Wenn Mehmet Jugend-Meisterschaftsspiele leitet, wird er von einem anderen Schiedsrichter oder einem Betreuer begleitet. »Das ist bei den jungen Schiris üblich. Wir werden Mehmet oft bei den Mädchen ansetzen, aber auch bis zur D-Jugend der Jungen«, erklärt Drotleff.
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